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Malermeister Herholt

weibliche A-Jugend - TuS 97 Bielefeld-JöllenbeckDer Blick auf die Tabelle nach der Hinrunde der Oberliga-Vorrunde ist wenig zufriedenstellend. Letzter Platz. Nur ein Pluspunkt. Fünf Spiele. Vier Niederlagen. Ein Unentschieden. "Da hatten wir uns schon ein wenig mehr vorgestellt", sagt Trainer Matthias Foede ganz ehrlich. In allen Partien hat stets irgendetwas gefehlt. Mal war die Deckung nicht in Form, mal der Angriff. Mal fehlte Tempo. Mal gab es Defizite bei der Konzentration.

Der Reihe nach: Wir sind mit drei ganz schwachen Spielen in die Saison gestartet. Beim 24:30 in Steinhagen zum Ligastart lieferten wir unsere schlechteste Vorstellung seit Jahren ab. Obwohl wir zur Halbzeit scheinbar sicher mit 15:11 führten, gelang uns in Durchgang zwei gar nichts mehr. Ein wenig besser präsentierten wir uns im ersten Heimspiel gegen Hahlen. Allerdings waren wir nach einer erneut guten ersten Halbzeit (13:13) im zweiten Abschnitt chancenlos und verloren 27:34.

Wieder einen Schritt nach vorne machten wir im Derby bei der TSG Altenhagen-Heepen. Diesmal legten wir unseren Komplex der "schlechten zweiten Halbzeit" ab und kämpften wie die Löwen. Nach ausgeglichener erster Hälfte (wieder einmal!) lagen wir sieben Minuten vor Schluss dennoch mit fünf Toren hinten (24:29), doch die Spiele gegen die TSG wären nicht die Spiele gegen die TSG, wenn es nicht spannend zu Ende gehen würde. Schließlich endeten die letzten beiden Partien gegen den Ortsnachbarn jeweils mit hauchdünnen Siegen für uns.

Dieses Mal trieben wir die Spannung auf die Spitze. 57 Sekunden vor der Sirene gelang Emma Steffen der 30:31-Anschluss. Anschließend deckten wir offen - und uns gelang tatsächlich der Ballgewinn. Jette Knabbe stürmte per Gegenstoß dem sicheren Ausgleich entgegen, ehe sie von ihrer Gegenspielerin Sekunden vor dem Ende von den Beinen geholt wurde. Doch anstatt die TSGerin mit Rot zu bestrafen und einen Siebenmeter zu verhängen, gab der Schiedsrichter lediglich Freiwurf. Eine krasse Fehlentscheidung. Allerdings ging Johanna Lissel ganz cool wie Lucky Luke beim Duell an die 9-Meter-Linie und versenkte den Ball per direktem Freiwurf zum 31:31-Ausgleich. Danach gab es kein Halten mehr. "Der Punktgewinn fühlte sich wie ein Sieg an. Es war das emotionale Highlight der zurückliegenden Monate", sagt Matthias Foede.

Anschließend wurden die Spiele deutlich besser, aber leider reichte es gegen die beiden Spitzenteams Minden-Nord (32:37) und Oberlübbe (22:26) nicht zu Punkten. "Wenn wir es positiv ausdrücken, hatten wir gegen alle Gegner unsere Möglichkeiten und haben uns von niemandem richtig abschießen lassen", sagt der Coach: "Andersherum waren wir aber nicht in der Lage, unser Spiel einmal 60 Minuten auf die Platte zu bringen. Daran werden wir jetzt in der Herbstpause arbeiten. Damit wir in der Rückrunde zum einen endlich einen Sieg landen und zum anderen den letzten Tabellenplatz verlassen."

Rückrundenstart ist am 10. November um 15:45 Uhr. Dann ist die SpVg. Steinhagen zu Gast.