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Weibliche C-Jugend feiert AufstiegIn den vergangenen Jahren sprach man gerne von Qualifizierungsmarathons. Die B-Jungs der Saison 2016/17 spielten beispielsweise über 10 Wochen mehr als 15 Spiele um sich dann letztendlich für die Landesliga zu qualifizieren. Insofern erscheint die Quali für unsere Jugendteams in diesem Jahr nicht wie ein Marathon, sondern eher wie ein 100-Meter-Lauf. Bereits drei Wochen nach Beginn der Qualifikation auf Kreisebene sind alle Entscheidungen gefallen. Das liegt auch an der vom HV angestoßenen Rückkehr zur Direktqualifizierung der Erstplatzierten in den C- und B-Jugend-Altersklassen auf Kreisebene.  Das Jürmker Ergebnis der Jugendaufstiegsrunde fiel mit vier aus sechs so aus, wie es viele Experten in der Handballabteilung vorhergesagt hatten.

A-Jungen

Den Jungs des neuen A-Jugendtrainers Sven Bartels ist mit dem Weggang von vier Spielern einiges an Qualität abgegangen. Vor diesen Weggängen hätte man der Truppe sicherlich noch die Verbandsliga zugetraut, gereicht hat es nach Abschluss der Kreisqualifikation, die man letztendlich ohne Punktgewinn abschließen musste, nur für die Bezirksliga. Trotzdem merkt man den Jungs an, dass sie weiterhin brennen und sich unbedingt weiterentwickeln wollen. Gerade mit Blick auf die Tatsache, dass die Jungs überwiegend jüngerer Jahrgang sind, kann man hier optimistisch in die neue Saison gehen um dann im nächsten Jahr nochmals in der Quali anzugreifen.

B-Jungen

Ganz ähnlich sieht es bei den B-Jungs des Trainergespanns Marvin Weidner/Arne Möller aus. Nach drei Niederlagen auf Reihe zu Beginn der Kreis-Quali rechnete man sich noch einen realistischen fünften Platz aus, der für die weiterführenden HV-Quali gereicht hätte. Hierfür wäre jedoch ein Sieg gegen die JSG Handball LöMo notwendig gewesen. Das Spiel ging jedoch mit 29-22 verloren, so dass auch hier am Ende nur das Erreichen der Bezirksliga vermeldet werden kann.

C-Jungen

Männliche C-Jugend feiert AufstiegIm Umfeld der C-Jungs wusste vor der Quali niemand so wirklich, ob sich das Team rechtzeitig sportlich finden würde. Fast zu spät, nämlich erst nach Ostern luden die kurz zuvor verpflichteten Trainer Akki Streu und Möppi Kastrup zum ersten Training ein. Nicht so Dirk Rabeneick, Jugendwart des Tus97: „Das Warten hat sich gelohnt. Als ich Akki und Möppi für dieses Team verhaftet hatte, habe ich keinen Moment gezweifelt, dass die Jungs die Oberliga-Vorrunde erreichen werden. Der verlustpunktfreie Verlauf der Quali deutet es bereits an; wir werden noch viel Freude an diesen beiden Jahrgängen haben“.

A-Mädels

Den A-Mädels blieb diesmal neben der Kreis-Quali sogar die Qualifikation auf Verbandsebene erspart. Grund war der von den B-Mädels erspielte Bonus-Platz auf HV-Ebene, den das Team von Fabian Reinsberger im Kampf um die Deutsche Meisterschaft erspielt hatte und den A-Mädchen überließ. So stiegen die A-Mädels sofort in Verl in ein zweitägiges Vorquali-Turnier für die Jugendbundesliga mit den besten Teams aus Westfalen ein. Hier unterlag man dann zwar mit 1:7 Punkte aus vier Spielen. Tabellarisch hatte man sich aber insgesamt mit einem Unentschieden, zwei knappen und einer deutlichen Niederlage achtbar geschlagen. Das A-Team von Maat Foede wird also in der kommenden Saison wieder in der Oberliga-Vorrunde angreifen.

B-Mädels

Da für die Jugendaufstiegsrunde der B-Mädchen lediglich der VfL Herford und der Tus 97 eine Mannschaft gemeldet hatten, stellte sich die Frage nach einem sportlich sinnvollen Qualifizierungsmodus. Schließlich einigte man sich am grünen Tisch darauf, das Team von Fabian Reinsberger an Platz 1 zu setzen was die sofortige Qualifikation für den HV-Spielbetrieb bedeutete. Das damit zweitplatzierte Team des VfL Herford wird die erste Runde der HV-Qualifikation ausrichten.

C-Mädels

Die C-Mädchen waren von Minute eins bis zum Ende der Kreis-Qualifikation on fire. Das ambitionierte Team von Dominic Wehmeyer besteht überwiegend aus dem jüngeren Jahrgang, zwei Mädels könnten sogar noch für die D-Jugend spielen. Nach deutlichen Siegen gegen den Tus Brake (29-16) und die JSG Lenzinghausen-Spenge (38-15) traf man dann zum entscheidenden Spiel um den direkten Aufstieg in die Oberliga-Vorrunde auf den TSVE 1890 Bielefeld. Ungewöhnlich lange agierte man in diesem Spiel gegen die spielstarken TSVE-Mädchen übernervös, konnte sich deshalb nie entscheidend absetzen und rettet schließlich einen knappen Zwei-Tore-Vorsprung (22-20) über die Zeit.

Fazit: Vier aus Sechs beim Tus97. Das erscheint auf den ersten Blick positiv. Dirk Rabeneick dazu: „Bei den Mädchen läuft es. Wenn wir deren Ausbildung auf diesem guten Niveau so weiterführen, müssen wir uns um die sportliche Zukunft unserer Frauenteams keine Sorgen machen. Anders bei den Jungs; hier müssen wir kontinuierlich besser werden: Besser in der Trainerausbildung und besser in der Spielerausbildung. Die Verpflichtung von zwei A-Lizenzinhabern ist der Schritt in die richtige Richtung. Für die anstehenden Trainerlehrgänge haben wir 7 (C-Lizenz) bzw. 4 (B-Lizenz) Kandidaten gemeldet. So muss es weitergehen.“

Im Handballkreis selbst erschreckt die auffällig geringe Anzahl aufstiegswilliger Mädchenteams. Gab es in den fünf vorhergehenden Spielzeiten durchschnittlich 12,5 Mädchenteams, die in den überkreislichen Spielbetrieb aufsteigen wollten, sind es in diesem Jahr nur noch 8 Teams. Mit Blick auf die überaus erfolgreichen weiblichen Kreisauswahlmannschaften verwundert das.