Sponsoren-Anzeigen
Malermeister Herholt

2. MännerDie zweite Herren hat aus den vergangenen beiden Spielen zwei Punkte mitgenommen. Gegen die SG Handball Detmold gelang ein knapper Sieg (25:26), gegen die SG Bünde-Dünne musste man eine ebenso knappe Niederlage einstecken. Mit 5:5 Punkten steht die Zweite zur Herbstpause keineswegs schlecht da, doch muss man auch rekapitulieren, dass jeder Punktverlust bislang vermeidbar gewesen ist. Was der Zweiten fehlt in der noch jungen Saison ist die Konstanz über die volle Spielzeit.

SG Handball Detmold-TuS 97 II 25:26 (8:13)

Zehn Minuten brauchte die Zweite, um in die Partie zu finden. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gastgeber 7:4. Dann jedoch zeigten die 97er ihre bislang beste Halbzeit. Die Abwehr um Julian Jahr und Carl Markworth stand derart gut, dass den Detmoldern zwanzig Minuten (!) kein Torerfolg gelang. Im Angriff spielten die Jürmker geduldig ihre Chancen aus, die fünf Tore Führung zum Seitenwechsel war somit mehr als verdient.

Nach der überstandenen doppelten Unterzahl zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte sich die Zweite weiter ab (12:18). Die Gastgeber wurden dadurch in der 41. Minute zu einem Timeout gezwungen. Diese Spielunterbrechung hatte jedoch einen spürbaren Effekt: Detmold verkürzte sofort auf 16:18, in der 52. Minute gingen die Hausherren gar in Führung. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, insbesondere da die 97er durch diese Aufholjagd verunsichert wirkten. Die Schlussminuten wurden zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle für die Jürmker. Zunächst konnte Brian Weigang zum 25:25 ausgleichen (58:40) und der anschließende Angriff der Detmolder abgewehrt werden. Der sofortige lange Pass auf Jane Heidemann verunglückte jedoch und geriet in die Hände der Gastgeber. Nun sah es so aus als würden die 97er mit höchstens einem Punkt nach Hause fahren, und das obwohl die Zweite im ersten Durchgang absolut überlegen war.

Doch die 97er sollten das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite haben: Ein Abschlussversuch der Detmolder konnte an den Pfosten gelenkt werden. Der Ball prallte zu Brian, der den Ball sofort zu Jane im Gegenstoß weiter spielte. Heidemann traf fünf Sekunden vor Schluss, die Partie war entschieden. Auch wenn dieser Sieg, wenn man die volle Spielzeit betrachtet, absolut verdient war, ist die Zweite hier noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen.

Es spielten: Grafen/Ruhenstroth; Heidemann (8/4); Jahr (6); Mühlbeier, Weigang (je 3); Höner, Markworth, Steffen (je 2); Küthe, Zimmerling

TuS 97 II-SG Bünde Dünne 28:30 (18:13)

Neben den vielen verletzten Spielern fehlten den 97ern unter anderem Carl Markworth, Julian Jahr und Kevin Kristen. Die daraus resultierende Anfrage nach Spielverlegung hatten die bislang punktlosenBünderzurückgewiesen. Die Frage vor dem Spiel war also: Würde die Abwehr stand halten ohne ihren Mittelblock?

Die Zweite erwischte einen sehr guten Start in die Partie und setzte sich gleich mal auf 6:1 ab. Zwischenzeitig konnten sich die 97er sogar auf sieben Tore absetzen (12:5, 15:8, 16:9), doch offenbarte sich hier schon die ein oder andere Lücke in der Jöllenbecker Deckung.

In der Halbzeitpause nahmen sich die 97er vor, das Spiel frühzeitig zu entscheiden und nicht, wie gegen Detmold, vermeintlichaus den Händen zu geben. Das ging jedoch gehörig in die Hose: Beim 19:19 herrschte plötzlich Gleichstand. Nun lief nichts mehr zusammen im Spiel der Zweiten. Weder die Deckung noch die Torhüter bekamen den Rückraum der Gäste unter Kontrolle, der nunnach Belieben traf. Im Angriff ging der Zweiten offenkundig, wieder mal bedingt durch zu wenige Alternativen, die Puste aus.

Nach ausgeglichenen Spielminuten (20:20, 22:22) konnte sich die Zweite zwischenzeitig auf drei Tore absetzen (23:26), da Brian Weigang zweimal in das verwaiste Tor der Bünder traf. Den 97ern gelang es jedoch nicht diese Führung über die Zeit zu bringen.Bünde glich zum 26:26 aus und ging 90 Sekunden vor Spielschluss mit 28:29 in Führung. Den 97ern gingen die Nerven durch, der letzte Angriff konnte nicht mit einem Torerfolg abgeschlossen werden. So gesehen wiederholte sich die Schlussphase aus dem vergangenen Spiel gegen Detmold, diesmal jedoch mit dem schlechteren Ende für die Zweite.

Es spielten: Grafen/Ruhenstroth; Weigang (6); Heidemann, Mühlbeier (je 5); Küthe, Steffen (je 4); Wehmeyer (2); Wittler, Zimmerling (je 1); Bode, Gerth, Höner, Weszpatat