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thumb_Jasmin-GojacicAm heutigen Samstag haben die drei überkreislichen Herrenteams unterschiedliche Siegchance. Zunächst trifft um 15.45 Uhr die 3. Herren im Derby auf die HSG Schröttinghausen/Babenhausen, ehe die 1. Herren um 17.45 auf Eintracht Oberlübbe mit Urgestein Dieter Löffelmann trifft. Anschließend spielt um 19.45 h die 2. Herren gegen den starken Aufsteiger CVJM Rödinghausen. Die 1. Damen tritt am Sonntag um 15.45 Uhr bei der HSG Hüllhorst an.

 

Herren Oberliga

Hoffentlich läuft es so wie immer

Bielefeld (ivo). Zuletzt ist Dieter Löffelmann stets ohne große Hoffnung nach Jöllenbeck gefahren, bezog seine Eintracht aus Oberlübbe im Bielefelder Norden doch immer klare Niederlagen. 2009 könnte sich der Trainerfuchs etwas mehr ausrechnen. Schließlich sind die Jöllenbecker mit 6:10 Punkten erstaunlich schlecht gestartet. Doch weit gefehlt. „Die waren mein Top-Favorit. Vorher habe ich gesagt, dass ich alle, die in Jöllenbeck in die Reserve müssen, für meine Stammformation nehmen würde“, erzählt Löffelmann. Trotz der schweren Phase, die der TuS 97 durchmache, sei er froh, „wenn wir mit drei, vier Toren verlieren. Da haben wir immer nur Feuer gekriegt.“

Für das Selbstbewusstsein der TuS-Spieler wäre es wohl nicht das Schlechteste, wenn Löffelmann Recht behalten sollte. Nach der ärgerlichen Niederlage in Hahlen betrieb das Team Ursachenforschung. Trainer Walter Schubert: „Wir haben wie in vielen Spielen schlecht angefangen, aufgeholt und sind in Führung gegangen. Aber wir haben es nie geschafft, den Sack zuzumachen.“ Der Coach weiß natürlich, dass der Druck für seine Spieler steigt: „Den machen sich die Jungs vor allem selbst.“ So versuche jeder, Fehler zu vermeiden, worunter wiederum das Spiel leide. Am liebsten hätte Schubert mal ein enges Spiel, das seine Jungs gewinnen. Das müsse aber nicht gegen den Vorletzten Oberlübbe (4:12 Zähler) sein. „Wenn das so läuft wie immer gegen Oberlübbe, wäre ich auch nicht böse drum.“

Eintracht Oberlübbe muss 14 Tage auf seinen Rückraumschützen Julian Stübber verzichten. Dazu steht in Gastspiel beim TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck ein Fragezeichen hinter Florian Prieß. "Gegen Jöllenbeck haben wir in der Vergangenheit zumeist eine Schlappe kassiert. Doch jetzt stecken sie trotz Trainerwechsels in einer Krise", weiß Oberlübbes Coach Dieter Löffelmann nicht so recht, was ihn erwartet. "Wir haben nichts zu verlieren und werden alles versuchen", hofft "Löffel" auf einen Schub durch den jüngsten Auswärtssieg beim TuS Volmetal.

Schubert: "Raus aus dem Trott"

Die Zeit der Ausreden ist endgültig vorbei: Für Handball-Oberligist TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck zählt im Heimspiel am Samstag (17.45 Uhr) gegen Eintracht Oberlübbe nur der Sieg.

Arnd Wienböker

»Egal, wie groß der Druck auch ist: Wir müssen jetzt punkten, um schnellstens da unten rauszukommen«, sagt TuS 97-Coach Walter Schubert vor dem Duell gegen den Tabellenvorletzten, auf den die Jöllenbecker nur noch zwei Punkte Vorsprung haben. An eine weitere Niederlage sollte man im Handballdorf also lieber gar nicht erst denken. Auch der Sportliche Leiter Frank Brennecke weiß um die Bedeutung der Partie: »Das ist ein Zehn-Punkte-Spiel.«

In Wirklichkeit geht es natürlich auch am Samstag nur um zwei Zähler, aber »gefühlt« steht mehr auf dem Spiel. »Den größten Druck machen wir uns selbst«, sagt Schubert: »Die Jungs sind bedröppelt und wollen beweisen, dass sie es besser können.«

Nach der 28:30-Niederlage in Hahlen suchte der Trainer erneut das Gespräch mit dem Team. »Wir haben uns noch einmal intensiv über die Situation unterhalten«, erklärt Schubert: »Jeder muss jetzt mehr Verantwortung für sich, die Mannschaft und den Verein übernehmen, damit wir aus dem Trott rauskommen.« Die personelle Misere setzt sich unterdessen weiter fort. Jasmin Gojacic (Knie) ist noch immer krank geschrieben und fällt gegen Oberlübbe definitiv aus.

Und auch Ralf Bruelheide steht - wenn überhaupt - nur für Kurzeinsätze zur Verfügung. »Tüdden« hat noch immer mit den Nachwirkungen einer Grippe zu kämpfen. Grippal angeschlagen ist zudem Torwart Thorsten Lehmeier, aber »Moppel« soll zumindest auf der Bank Platz nehmen.

Während beim TuS 97 (6:10 Punkten) nach der Pleite in Hahlen die Verunsicherung mitspielt, hat sich der Gegner soeben neues Selbstvertrauen geholt. Durch den 28:24-Auswärtssieg in Volmetal reichte Oberlübbe die »Rote Laterne« an den TuS Volmetal weiter. Trainer-Unikum Dieter Löffelmann sieht nach dem zweiten Saisonsieg »wieder Licht am Ende des Tunnels«.

Die größten Hoffnungsträger im Oberlübber Team sind neben dem Coach die Rückraumspieler Markus Hochhaus und Jan Bröenhorst. »Die müssen wir in den Griff bekommen«, sagt Schubert, der aber auch ein Auge auf seinen Gegenüber hat: »Löffel ist ja auch immer für eine Überraschung gut.«

Auf eine solche kann der TuS 97 verzichten. Negative Überraschungen gab es in dieser Saison nämlich bereits mehr als genug.

 


 

2./3. Herren

2. Herren Landesliga

Diese Frage ist auch für den TuS 97 II von besonderer Bedeutung. Die Youngster von Heiko Nossek empfangen Rödinghausen. Vor dem Tor des Aufsteigers, der mit Sven Stühmeier und Martin Glüer zwei Ex-TSGer in seinen Reihen hat, müsse „wieder der Killerinstinkt geweckt werden“, fordert Nossek.

Bünder Teil:

TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck II – CVJM Rödinghausen. Mindestens zwei Punkte aus den Auswärtsspielen in Minden und Jöllenbeck hatte CVJM-Trainer Michael Rieso als Ziel ausgegeben. „Einer fehlt also definitiv noch“, sagt der Coach. „In Jöllenbeck muss unsere Deckung nicht nur 35 Minuten lang, sondern über die gesamte Spielzeit funktionieren. Ansonsten müssen wir über das Tempo kommen und dürfen uns vor allem nicht von der oft hitzigen Atmosphäre in der Halle beeindrucken lassen.“ Verzichten muss Rieso auf den im Urlaub befindlichen Karim Ackermann und den am Handgelenk verletzten Daniel Stühmeier. Zudem steht hinter dem Einsatz von Sven Stühmeier steht wegen einer Ellenbogenblessur ein Fragezeichen. „Aber wir sind ja auch mit einer Rumpftruppe schon öfter gut gefahren“, ist der CVJM-Trainer dennoch optimistisch.

 

3. Herren Bezirksliga

Reichlich enttäuscht war Joachim Streu vom Spiel seines TuS 97 III in Schildesche. „Einige Jungs müssen sich hinterfragen. Wenn sie so eine Einstellung zeigen, fahre ich nicht mit ihnen nach Sendenhorst oder Everswinkel.“ Das muss der Coach auch nicht, schließlich folgt mit dem Heimspiel gegen Schröttinghausen schon das nächste Derby. Bleibt nur zu hoffen, dass Streu nach dem Spiel seinen Jungs nicht wieder empfehlen muss, „vielleicht besser Schach zu spielen“. Ob derlei Ansagen ist HSG-Trainer Udo Kompa natürlich gewarnt.

2. Herren Landesliga

In diesen Tabellenregionen sind der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck II und der TuS Brake in der Parallelstaffel derzeit nicht zu finden. Sie stecken im Mittelfeld. Doch die beiden Vereine wollen sich in der Tabelle nach oben arbeiten. Die Jürmker Reserve hat den CVJM Rödinghausen zu Gast. Trainer Heiko Nossek ist gegen den Klub von Martin Glüer zuversichtlich: »Wenn wir endlich mal unsere Chancen nutzen, können wir eigentlich jeden Gegner schlagen. Aber unsere Personalsituation ist nicht so besonders.« Gerade der lange Ausfall von Joscha Patzwald (Schulter) bis Saisonende wiegt schwer.

 

Bünder Teil

TuS Jöllenbeck II - CVJM Rödinghausen (Sa., 19.45 Uhr). Zwei Punkte hat CVJM-Trainer Michael Rieso aus den Spielen gegen GWD Minden III (28:28) und die Jöllenbecker Reserve gefordert. »Fehlt also noch einer«, würde sich Rieso in Bielefeld schon mit einem Zähler begnügen. Nicht aber, wenn sich seine Mannschaft so ungeschickt wie in Minden anstellt und eine 17:10-Führung verspielt. »Die Abwehr muss deutlich besser stehen«, sagt der Übungsleiter. »In den letzten 25 Minuten haben wir uns noch 18 Gegentore gefangen, das ist deutlich zu viel.« Gegen Jöllenbeck II müsse man konsequent und über 60 Minuten aggressiv decken und in der Defensive mehr Einsatz- und Laufbereitschaft zeigen. Denn damit war Rieso in den letzten 25 Minuten des Spiels bei Mit-Aufsteiger GWD III überhaupt nicht zufrieden: »Da waren wir völlig von der Rolle.« Die Jöllenbecker feierten zuletzt nach 11:16-Rückstand einen nicht mehr für möglich gehaltenen Punktgewinn bei Bünde-Dünne. »Aber wir haben uns ja genau so dämlich angestellt wie Dünne«, sagt Rieso. Immerhin kann sich der 49-Jährige derzeit auf seinen Angriff verlassen, Woche für Woche kratzt der CVJM an der 30-Tore-Marke. Daniel Hellmann (Kreuzbandriss), Kreisläufer Karim Ackermann (Urlaub) und Daniel Stühmeier (Handgelenksverletzung) fallen aus. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Sven Stühmeier (Ellenbogen des Wurfarms verletzt). Dafür wird Manuel Hellmann, zuletzt in der Reserve am Ball, in den Kader rücken. Zudem hofft Michael Rieso auf einen Einsatz von Rudi Gleich.

 

3. Herren Bezirksliga

Beim Derby des Wochenendes zwischen dem TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck III und der HSG Schröttinghausen-Babenhausen ist beim Gastgeber sehr schlechte Stimmung. »Wir müssen jetzt punkten und die Jungs müssen sich fragen, ob die Leistung oder das Rumdameln im Vordergrund stehen sollen. Ich hoffe, mein Wutausbruch in der Halbzeitpause beim Spiel in Schildesche hat geholfen«, so Coach Akki Streu. Der Spielertrainer der Schrötties Udo Kompa ist da zufriedener: »Bisher können wir mit der Saison gut leben. Natürlich wollen wir jetzt in Jöllenbeck auch gewinnen.«