Tabelle Oberliga

Pl.MannschaftPunkte
1VfL Gladbeck44:12
2TuS Spenge41:15
3Soester TV40:16
4HSG Menden-Lendringsen39:17
5HSE Hamm36:20
6HSG Augustdorf/Hövelhof34:22
7SG Schalksmühle-Halver32:24
8TuS 97 Bielefeld/Jöllenb.26:30
9VfL Eintr. Hagen 226:30
10ASV Hamm 224:32
11HC TuRa Bergkamen21:35
12HSG Gütersloh17:39
13TuS 09 Möllbergen17:39
14SV Teutonia Riemke13:43
15TSV Hahlen10:46
Ergebnisse & Ausführliche Tabelle
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Verein

Nachlese 40 Stunden Turnier

thumb_Rheumaliga40 Stunden Handball am Stück - einige ganz Heiße schafften es, kein Spiel zu verpassen. Das perfekt organisierte Turnier erfuhr wieder sehr viel Zuspruch und alle Teilnehmer waren begeistert.

 

 

Aus Marathon wird Flatrate

Die 40 Stunden des TuS 97 im nicht ganz ernst gemeinten „NW-Event-Check"

Gregor Winkler

Bielefeld. Wer heute eine Veranstaltung gut vermarkten will, der muss ihr einen so genannten „Eventcharakter" verpassen. Wichtig dabei ist, alles hübsch Neudeutsch zu verpacken. Und was macht der TuS 97? Veranstaltet einen „40 Stunden-Handball-Marathon". Kein einziger Anglizismus im Titel – das schreit förmlich nach dem NW-Eventcheck.

´ Der Titel (Headline): 40 Stunden-Handball-Marathon. Zu lang – zu deutsch. Aber eigentlich ist alles drin. Es geht um Handball, was nicht immer auf Anhieb zu erkennen ist. Die Verkleidung des TuS Brake, dessen Männer im zarten Top mit String-Tanga über der Sporthose aufliefen, hätte auch bei den Gay-Games (man beachte den englischen Titel) für Aufsehen gesorgt. Die Damen trugen übrigens zur Enttäuschung vieler Männer normale Sportkleidung. Doch das Ziel wurde erfüllt. Der Ball flog 40 Stunden am Stück. Der NW-Vorschlag für die nächste Auflage: „40 hours Handball Flatrate".

´ Die Verpflegung (Catering): Diesmal herrschte keine Not – außer bei den Schnitzeln: 50 waren zu wenig, obwohl es außerdem noch 380 Brötchen sowie mehr als 300 Bockwürste, Frikadellen und Bierbeißer gab. Nicht mal die Rheuma-Liga (besser: Historical Senior League) schaffte es, am Büfett für ernsthafte Knappheit zu sorgen. Vielleicht lag es daran, dass die Ältesten nur Siebenmeter warfen. Fachmann hinter der Theke war Christian Trittin. Der zapfte statt Bier öfter mal ein „Slushy" (Wassereis). „Die Maschine hatten wir extra geliehen", sagte Frank Brennecke. Für die „Kids" war es ein Highlight.

´ Der Sport (Main-Event): 60 Teams mit mehr als 500 Aktiven: mehr ging kaum. Uwe Pielsticker schlug sich die Nacht um die Ohren, um alles in geregelten Bahnen zu halten. Sein Orga-Kollege Christian Zachrai bediente die eigens angeschaffte Software. Den Teams „vor 20 Jahren" (besser: 20 years ago) waren technische Feinheiten egal. „Wer kein Blut sehen kann . . .", meinte Aki Streu vor dem Spiel unvollendet ironisch. Natürlich ging's fair zu, als ehemalige Spieler wie Thorsten Winter, die Gebrüder Streu, Thomas Heidemann oder Kreisliga-Bomber Jörg Meyer die Klingen kreuzten. Frank Brennecke erklärte: „Nachdem ich ins Tor gegangen war, war das Spiel entschieden." Die SCB-Auswahl siegte mit einem Treffer Vorsprung.

´ Die Örtlichkeiten (Location): Soviel steht fest: Der TuS 97 hat die beste Handballhalle in Bielefeld. Und es sind nur drei Stufen bis zum Vereinsheim, das mit „Time out" einen absolut event-tauglichen Namen trägt. Voll zeitgemäß waren auch die Live-Results, die per Video-Beamer direkt ans Büfett übertragen wurden. Auch praktisch: Die großzügige Chill-out-area, bestehend aus einem Geräteraum und ein paar Weichbodenmatten. „Die sehe ich bis Sonntag nicht wieder", meinte Brennecke, als sich seine kleine Tochter in Socken auf den Weg Richtung Lagerplatz machte.

´ Fazit (Result): Ob nun als modisches Event oder schlichte Veranstaltung – der 40-Stunden- Marathon hat das Potential zum Kult-Turnier. Alle Altersklassen werden hier bedient. Das Programm ist kurzweilig und gut durchdacht. Die vielen Helfer des TuS haben sich wieder mal mehr als einen Schulterklopfer verdient. Also weiter so, TuS 97! Oh Verzeihung: Go on!

 

Geschrieben von: Nossek Mittwoch, den 20. Oktober 2010 um 07:21 Uhr