Tabelle Oberliga
| Pl. | Mannschaft | Punkte |
| 1 | VfL Gladbeck | 44:12 |
| 2 | TuS Spenge | 41:15 |
| 3 | Soester TV | 40:16 |
| 4 | HSG Menden-Lendringsen | 39:17 |
| 5 | HSE Hamm | 36:20 |
| 6 | HSG Augustdorf/Hövelhof | 34:22 |
| 7 | SG Schalksmühle-Halver | 32:24 |
| 8 | TuS 97 Bielefeld/Jöllenb. | 26:30 |
| 9 | VfL Eintr. Hagen 2 | 26:30 |
| 10 | ASV Hamm 2 | 24:32 |
| 11 | HC TuRa Bergkamen | 21:35 |
| 12 | HSG Gütersloh | 17:39 |
| 13 | TuS 09 Möllbergen | 17:39 |
| 14 | SV Teutonia Riemke | 13:43 |
| 15 | TSV Hahlen | 10:46 |
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1. Herren
1 Sieg - 1 Niederlage
Die 1. Herren hatte nach einer schwachen ersten Halbzeit (8-21) gegen Schalksmühle keine Chance und unterlag 24-35. Die 2. Herren machte es trotz schwachen Starts besser und bezwang Verbandsligaabsteiger DJK Everswinkel auswärts mit 27-26 (10-13).
1. Herren
Eine Lehrstunde vom neuen Spitzenreiter
Bielefeld (WB). Eine derartige Vorführung hatten die »Jürmker« schon lange nicht mehr erlebt. Bei der 24:35 (8:21)-Heimpleite gegen die SG Schalksmühle-Halver wurden Handball-Oberligist TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck deutlich die Grenzen aufgezeigt.
Arndt Wienböker
Mit dem Ergebnis war Jöllenbeck am Ende sogar gut bedient, denn es hätte noch viel schlimmer kommen können, wenn der Drittligaabsteiger aus Schalksmühle im zweiten Abschnitt das fortgesetzt hätte, was er vor der Pause zelebriert hatte.
In den ersten 30 Minuten wurden die Gastgeber nach allen Regeln der Handballkunst auseinander genommen. »Der Gegner war in allen Belangen eindeutig besser und hat unsere Schwächen schonungslos aufgezeigt«, sagte TuS 97-Trainer Walter Schubert. Das 1:0 durch Tim Grothaus war die erste und einzige Führung für Jöllenbeck. Ab dem 3:3 spielte nur noch eine Mannschaft, und das war die SG. Beim 4:9 (12.) nahm Schubert eine Auszeit, doch das brachte den neuen Tabellenführer nicht aus dem Tritt. Die Abwehr der Gäste stand, dem TuS 97 fiel gegen das 6:0-Bollwerk absolut nichts ein. »Unsere Abwehr war der Schlüssel zum Erfolg. Das war bärenstark«, lobte SG-Trainer Mathias Grasediek, der Zeuge wurde, wie sich seine Mannschaft in einen wahren Rausch spielte. Tempo, Dynamik, Kreisanspiele vom Feinsten: Angetrieben vom überragenden Spielmacher Christian Feldmann zogen die Gäste im Eiltempo davon. Beim 7:17 (25.) betrug der Rückstand des TuS 97 erstmals zehn Tore, beim 8:21 (!) zur Pause drohte ein Debakel.
Ein solches konnte die Schubert-Sieben in der zweiten Halbzeit immerhin abwenden. Durch die Manndeckung gegen Feldmann und Jan Stuhldreher wurde die Spielfreude der Gäste eingedämmt, jetzt kamen auch die Hausherren zu einigen einfachen Toren. »Wichtig war, dass wir nicht den Kopf in den Sand gesteckt haben. Die zweite Halbzeit haben wir sogar gewonnen, auch wenn Schalksmühle das Ergebnis nur noch verwaltet hat«, sagte Schubert, der die Überlegenheit des Gegners neidlos anerkannte: »Das war die mit Abstand beste Mannschaft, gegen die wir bislang gespielt haben.«
Schalksmühle durfte mit seinen Anhängern nach dem Schlusspfiff den Sprung an die Spitze feiern, da der bisherige Tabellenführer HSE Hamm in Bergkamen patzte. SG-Trainer Grasediek zeigte sich nach dem fünften Sieg in Folge hoch erfreut: »Das waren echte big points für uns. Hier werden nicht viele Mannschaften gewinnen.«
Den Beweis dafür muss der TuS 97 erst noch antreten. Nach der bereits sechsten Saisonpleite (8:12 Punkte) müssen die Jöllenbecker zunächst einmal aufpassen, dass sie nicht in den Abstiegsstrudel geraten.
TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck: Nolte, Kern - N. Grothaus (8), Hoff (5/1), Volmer (3), Kopschek (3/2), Ludwigs (2), Heins (1), Vogelsang (1), T. Grothaus (1), Hippe, Kiel, Jahr.
"Ein bisschen unangenehm"
HANDBALL-OBERLIGA: TuS 97 muss nach dem 24:35 gegen Schalksmühle seine höheren Ambitionen begraben
Ivo Kraft
Bielefeld (ivo). Kein Kommentar. Überall: kein Kommentar. Als der neue Tabellenführer SG Schalksmühle/Halver ausgelassen das 35:24 (21:8) beim TuS 97 feierte, waren bis auf Hermann Hippe alle Jöllenbecker schon in der Kabine verschwunden. Doch weder der junge Außen noch Julian Jahr oder Sascha Vogelsang wollten sich zu der Lehrstunde äußern.Walter Schubert versuchte es mit Sarkasmus. "Endlich mal ein leichtes Spiel", meinte der TuS-Trainer. Schalksmühle sei die bisher beste Mannschaft gewesen, lobte Schubert, was dann auch zur frisch errungenen Tabellenführung der Sauerländer passte. "Unsere Abwehr war in der ersten Hälfte super. Außerdem ist es gegen uns nicht unbedingt gut, offensiv zu verteidigen", analysierte Gäste-Trainer Matthias Grasediek. Sein auf den Punkt eingespieltes Team um die technisch überragenden Christian Feldmann und Jan Stuhldreher sezierte die Jöllenbecker Abwehr nach Belieben.
"Man muss auch nicht auf die einfachsten Tricks reinfallen", meinte Schubert. Allerdings spielten die Gäste die einfachen Dinge eben verdammt gut. So kam es, dass Schubert nach 25 Minuten schon fast sein gesamtes Personal einmal getauscht hatte. Zu diesem Zeitpunkt konnte sich Grasediek über sechs Spieler freuen, die jeweils mindestens drei Tore erzielt hatten. Am Ende stand bei den Gästen ein beeindruckendes Mannschaftsergebnis, das fünf Spieler mit vier bis sechs Toren auswies.
Die Jöllenbecker Wechsel fruchteten hingegen allesamt nicht. Zur Pause hatte es der TuS 97 neben seinen acht Törchen auf 16 Fehlwürfe und sechs technische Fehler gebracht. "Das Ergebnis war in der Höhe natürlich etwas unangenehm", meinte Schubert mit einer gehörigen Portion Untertreibung. Viele Spieler könnten ihre Leistung aus dem vergangenen Jahr nicht wiederholen, so Schubert korrekt. Besser als vergangene Saison spielen derzeit Nils Grothaus, Leon Ludwigs, Cornelius Nolte und wohl auch Marcel Volmer. Alle vier sind entweder ganz neu in der Mannschaft oder nach langen Ausfällen wieder hinzugestoßen. Der Rest hat natürlich auch schon starke Spiele wie gegen Menden oder Bergkamen gezeigt. Die Leichtigkeit aus dem Vorjahr ist aber dennoch verflogen - daran änderte auch die bessere zweite Halbzeit nichts.
"Es war wichtig, dass wir den Kopf nicht komplett in den Sand gesteckt haben", meinte Schubert und ordnete das Leistungsvermögen seines Teams ein: "Wir müssen uns erstmal hinter den starken Absteigern, Augustdorf, Menden und Soest einreihen." In den nächsten Spielen gegen die in der Tabelle allesamt schlechter platzierten Mannschaften müsse jetzt der aufkommende Druck abgebaut werden. Mit den anvisierten Erfolgen könnte der TuS 97 die von Keeper Norman Kern so wenig geliebte Position des Tabellenführers des Mittelfelds festigen. Wenn das in trockenen Tüchern ist, sind vielleicht auch die Jöllenbecker wieder gesprächiger.
TuS 97: Nolte/Kern; N. (7) u. T. (1) Grothaus, Kopschek (3/2), Volmer (3), Ludwigs (2), Vogelsang, Heins (je 1), Hippe, Jahr, Kiel.
2. Herren
Jubel nach Freiwurf
Bielefeld (WB/wie). Die Reserve des TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck ist in der Handball-Landesliga durch einen 27:26 (10:13)-Auswärtssieg bei DJK Everswinkel in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Bis zum 4:9 (15.) sah es nicht gut aus für die »Jürmker«, die bis dahin nur ein Feldtor erzielt hatten. Dann begann die Aufholjagd - beim 15:15 war der Ausgleich geschafft. Eine 25:22-Führung wurde jedoch wieder hergeschenkt - 25:25. Beim Spielstand von 26:26 waren dann noch zehn Sekunden zu spielen, als Marc Steinschmidt eine einstudierte Freiwurf-Variante zum umjubelten Siegtreffer ins Netz wuchtete. »Die Jungs haben sich gut reingekämpft«, lobte Trainer Heiko Nossek.
TuS 97 II: Seliger, Trittin - Braunheim (9/4), Steinschmidt (4), Schäfer-Nolte, Schlüter (je 3), Hofemeier, Klusmann (je 2), Globke, Kristen, Stahlberg, Sternberg (je 1), Poppe, Potthoff.
Steinschmidt der Mann für alle Fälle
Bielefeld (ivo). Im vorgeholten Spiel bei DJK Everswinkel gewann der TuS 97 II 27:26 (10:13). Die Gastgeber, die weiter auf ihren Torjäger Roggenland verzichten mussten, führten gegen die anfänglich indisponierten Jöllenbecker zunächst 9:4. „Bis dahin hatten wir ein Feldtor und wirklich schlecht gespielt", so Trainer Heiko Nossek, der Tim Schäfer-Nolte und Arne Schlüter einwechselte.
„Man hat gesehen, wie wichtig sie für uns sind", so Nossek. Beim 15:15 gelang der Ausgleich, beim 25:22, Ballbesitz und Überzahl sah alles nach einem Auswärtssieg aus. Nossek: „Dann haben wir das Dameln angefangen." 75 Sekunden vor Schluss fiel das 26:26, ehe dem TuS 97 II mit Hängen und Würgen, einer Auszeit und angezeigtem Zeitspiel mit Hilfe „einer nicht einstudierten Freiwurfvariante mit Arne Schlüter und Marc Steinschmidt" (Nossek) das Siegtor durch Steinschmidt gelang. Die folgende schnelle Mitte vergaben wiederum die Gastgeber, indem sie sich den Ball auf den Fuß schmissen.
TuS: Trittin/Seliger; Braunheim (9/4), Steinschmidt (4), Schlüter, Schäfer-Nolte (je 3), Hofemeier, Klusmann (je 2), Kristen, Globke, Sternberg, Stahlberg (je 1), Poppe, Potthoff.
Siegesserie gerissen
Everswinkel - Die Siegesserie des SC DJK ist gerissen. Die Landesliga-Handballer verlieren in der Schlussminute gegen TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck II mit 26:27 (13:10). „Die Leistung ging so. Wir sind gegen einen guten Gegner angetreten, der spielerisch sehr stark war", resümiert SC-DJK-Coach Kay Sparenberg.
Die Zuschauer in der Kehlbachhalle vermissten Torjäger André Roggenland. Das Rückraum-Ass hatte Probleme mit der Hüfte, die Verantwortlichen entschieden sich nach dem Aufwärmen daher gegen einen Einsatz. Seine Mitspieler starteten beeindruckend und führten nach einem herrlichen Pass von Keeper Mirco Herweg auf Marvin Sand mit 5:2. Wie aus einem Guss agierend erhöhten die Gastgeber auf 8:3 (16.).In der Endphase der ersten Halbzeit mehrten sich dann jedoch harmlose Angriffe beim SC DJK. Mirco Herweg hielt aber den TuS auf Abstand und Neuzugang Matthias Stuckstätte markierte mit der Pausensirene das 13:10.
Nach dem Seitenwechsel verkürzten bessere Gäste schnell auf 14:13 und glichen wenig später zum 15:15 aus. Die Everswinkeler, angeführt von Paul Schulze Zurmussen, legten nur noch bis zur 45. Minute vor. Die Ostwestfalen fanden zu leicht den Weg durch die Deckung des SC DJK. Spielmacher Tim Schäfer-Nolte zog das TuS-Spiel gut auf und bediente Rückraum und Kreis. Bedingt durch zusätzliche leichte Ballverluste wuchs anschließend der Rückstand der Heimsieben auf 22:25 (56.).
Die Partie wurde jedoch noch einmal richtig spannend, da der SC DJK mit neuem Elan umgehend zum 25:25 und später auf 26:26 (59.) ausglich. Jöllenbeck spielte dann den vermeintlich letzten Angriff lange aus. Nach einer Auszeit traf Hüne Marc Steinschmidt 15 Sekunden vor dem Ende aus zehn Metern zum 27:26. Zu einer richtigen Chance kamen die Hausherren danach nicht mehr, weil sie zu lange mit dem Anwurf beschäftigt waren.
Sparenberg wollte allein an Roggenlands Ausfall die Niederlage nicht fest machen: „Die Rückraumspieler, Paul Schulze Zurmussen und Matthias Kleikamp, haben ihr Soll erfüllt. Wir haben im Angriff insgesamt zu steif agiert, ich habe viele Dinge hereingerufen, es kam aber nichts an."
SC DJK: Herweg, Kintrup - Kleikamp (7), Sand (6/2), Schulze Zurmussen (5), Stuckstätte (4), Perscke (2), Potschadly, Roer (je 1), Brehm, Schläpfer, Wierbrügge.
Geschrieben von: Nossek Montag, den 21. November 2011 um 00:16 Uhr






